Die
Inkaruinen von Machu Picchu sind das Highlight jeder Perureise. Für viele Touristen, die das Land zwischen Ende Januar und Anfang April 2010 besucht haben oder noch besuchen werden,
fällt der Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes buchstäblich ins Wasser. Zugverbindungen und Strassen in der Region wurden in den vergangenen Wochen durch anhaltende Regenfälle entweder unterspült oder komplett zerstört.
El Niño lässt grüssen.
Das Wetterphänomen, das in regelmässigen Abständen von drei bis sieben Jahren das weltweite Klima durcheinanderbringt,
trifft Peru jedes Mal am stärksten. Der vermehrte Niederschlag, der das Land überschwemmt, bleibt in Ostasien und Australien aus, was in diesen Regionen zu Trockenheit und Dürren führt.
Bis heute sind die genauen Ursachen dieser Klimaveränderung ungeklärt, das
bei seinem vorletzten Auftreten im Jahr 2002/2003 in Peru mindestens 18 Menschenleben forderte und rund 6000 Häuser zerstörte.
Auch das Jahr 2009/2010 ist wieder ein El-Niño-Jahr, was bedeutet, dass es plötzlich in sonst staubtrockenen Wüstenregionen zu Überschwemmungen kommt und mehrere Tausend Menschen allein in Peru obdachlos geworden sind und nun in hastig errichteten Notunterkünften auf finanzielle Unterstützung der Regierung hoffen.
Bisher leider vergeblich.